Das wird man ja noch singen dürfen! – Rechter Kulturkampf auf Leipziger Bühnen – Podiumsdiskussion

Podiumsgespräch am 23. Juni 2026 im Werk II (Kochstraße 132, Leipzig) mit Lena Stoehrfaktor, Dr. Thorsten Hindrichs, Kapa Tult, u.a.

Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19 Uhr


Der rechte Kulturkampf ist in vollem Gange. Mit Sorge beobachten wir, dass rechtsoffene Musikveranstaltungen und sogenannte „Grauzonen“-Konzerte auch im Leipziger Kulturbetrieb Aufwind haben.

Regelmäßig finden problematische (Groß-)Events statt. Allein 2026 haben bereits Frei.Wild und Xavier Naidoo gespielt, Böhse Onkelz und Weimar sind angekündigt. Till Lindemann plant ein Minifestival am Völkerschlachtdenkmal. Zum WGT waren erneut Künstler*innen im Line-Up, die den Nationalsozialismus verherrlichen oder anderweitige Verbindungen in die extreme Rechte haben. Hinzu kommen Neonazi Black Metal, rechte Neofolk- oder Oi-Konzerte. Alles in Locations, die nicht als eindeutig extrem rechts zu verorten sind, aber deren Türen der Szene anscheinend offen stehen.

Auch wenn die Diskussion darüber schon seit Jahrzehnten in Leipzig geführt wird, fehlt uns darüberhinaus eine aktuelle Auseinandersetzung damit, inwieweit extrem rechte Positionen und Personen schon im musikalischen Mainstream angekommen sind. Uns stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch klassische Rechtsrockkonzerte braucht, wenn (extrem) rechte Ideologie längst über andere Veranstaltungen vermittelt wird.

Wie kommt es zu dem Rechtsruck auf der Bühne und welche Verantwortung tragen Veranstaltende, Künstler*innen und Fans? Was sind mögliche Gegenstrategien in einer Zeit in der tausende Menschen zu Weimar, Rammstein, Naidoo und Co. auf Konzerte gehen?

Über all das wollen wir sprechen und diskutieren, und freuen uns umso mehr, dass wir dafür folgende Personen für ein Podiumsgespräch gewinnen konnten:

  • Lena Stoehrfaktor (Rapperin)
  • Dr. Thorsten Hindrichs (Musikwissenschaftler und Rechtsrockexperte)
  • Kapa Tult
  • und weitere

Das Podium ist eine Kooperationsveranstaltung des Ladenschlussbündnisses gemeinsam mit dem Werk II und der Naturfreundejugend.


Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien und/oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

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