Ladenschluss-Bündnis kritisiert die Einschränkung der Versammlungsfreiheit durch die Polizei und fordert bessere Kontrollmöglichkeiten der Staatsgewalt

Ob die „Staatsmacht außer Kontrolle“ ist, fragte das Ladenschluss-Bündnis im Rahmen zweier Veranstaltungen am 30.1. und 5.2.09 und knüpfte damit an Erfahrungen an, die bei den zahlreichen durch das Bündnis organisierten antifaschistischen Veranstaltungen im öffentlichen Raum gemacht wurden. Weiterlesen

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Gegen jeden Geschichtsrevisionismus – am 13. & 14.2.2009 nach Dresden!

Am 13. und 14. Februar mobilisieren verschiedene Nazigruppen europaweit zu den erfahrungsgemäß großen Aufmärschen nach Dresden. Verschiedene Bündnisse rufen zu Gegenveranstaltungen auf.

ddfeb09

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Erfolgreiche und friedliche Antifaschistische Demonstration gegen Nazi-Aufmarsch

Die in kürzester Zeit auf die Beine gestellte antifaschistische
Demonstration gegen die wachsende Nazibedrohung in Leipzig-Ost am 12. Januar ist mit fast 600 Teilnehmern erfolgreich verlaufen. Am selben Tag konnten die dem Netzwerk der „Freien Kräfte“ zugehörigen Nazis ihren gespenstischen Aufmarsch relativ unbehelligt vollziehen. Dazu Juliane Nagel, Anmelderin der Demonstration: „Die antifaschistische Demonstration war ein voller Erfolg und hat zumindest ein Zeichen gegen die, die Menschenverachtung propagieren und mit billiger, wenn auch gefährlicher Sozialdemagogie auftreten, setzen können. Weiterlesen

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LVZ: In Moritzbastei Hausverbot für Thor Steinar

LVZ, 24.11.2007

Kein Einlass in Szene-Kleidung von Rechtsextremen

In der Moritzbastei ist das Tragen von Bekleidung der von Rechtsradikalen bevorzugten Marke Thor Steinar ab sofort verboten. „Wir machen von unserem Hausrecht Gebrauch“, sagte gestern der Geschäftsführer von Leipzigs größtem Studentenclub, Mario Wolf. „Gäste mit solcher Kleidung werden am Einlass abgewiesen oder wieder raus geschickt.“ Die Moritzbastei reagiert damit auch auf die seit Monaten andauernde Diskussion um das Geschäft „Tonsberg“ in der Richard-Wagner-Straße, welches die Bekleidungsmarke vertreibt. „Wir haben die Debatte um Thor Steinar verfolgt und sind zu dem Schluss gekommen, dass mit diesem Label rechtsextreme Aspekte verbunden sind“, erklärte Wolf. „Weil auch manche unserer Gäste solche Klamotten tragen, wollen wir ein deutliches Zeichen setzen.“ Die Moritzbastei gelte zwar eher als „unpolitisch“, so der Geschäftsführer, „aber Rechtsextreme haben hier nichts zu suchen“.
Hinsichtlich des Verbleibs des Thor-Steinar-Ladens in Leipzigs City läuft, ähnlich wie in Magdeburg, alles auf einen Rechtsstreit hinaus (die LVZ berichtete). Die Proteste der linksalternativen Szene dauern an: Für heute hat das Aktionsbündnis „Ladenschluss“ weitere Aktionen vor dem Laden angekündigt. F. D.

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Indymedia: Naziüberfall auf Wohnhaus in Leipzig

Indymedia, 24.11.2007

Am Abend des 22. Novembers griffen Nazis mit Signalraketen ein Wohnhaus in der Holsteinstraße an und skandierten Anti-Antifa-Parolen. Das Haus wurde in der Nacht zuvor mit zwei großen Hakenkreuzen beschmiert. Rund 40 Personen, zumeist schwarz gekleidet und vermummt, marschierten an diesem Donnerstag gegen 21 Uhr an der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Sie begannen sofort, Signalraketen gegen das Haus zu schießen und brüllten „Rotfront verrecke“, Nationaler Sozialismus jetzt“ und Anti-Antifa-Parolen. Nach wenigen Minuten verschwanden die Vermummten in Kleingruppen in den anliegenden Straßen. Die kurze Zeit später eintreffende Polizei konnte lediglich von einigen wenigen die Personalien aufnehmen. Die Bewohner des Hauses selbst sind überrascht und verängstigt. Nach eigenem Bekunden können sie keinen Anlaß sehen für derartige Drohgebärden der lokalen rechtsextremen Szene. Bereits in der Nacht zuvor waren am selben Haus zwei großen Hakenkreuze angebracht worden, die den Schriftzug „wieder Deutschland“ einrahmten. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt gestellt wegen der Verwendung von nationalsozialistischen Zeichen, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Schon seit einigen Monaten sind vermehrt propagandistische Aufkleber und subtilere Edding-Schmierereien in Reudnitz und den angrenzenden Stadtteilen aufgetaucht. Während den bundesweit von Nazi-Organisationen ausgerufenen „Hess-Gedenkwochen“ im August diesen Jahres wurden auch hier Grafittis, Aufkleber und Flugblätter mit einschlägigen Inhalten gefunden.

Ebenfalls aktiv sind sogenannte „Autonome Nationalisten“, die unter den „Freien Kräften Leipzig“, einer rechtsextremen, kameradschaftsähnlichen Gruppierung, zu finden sind. Sie verteilten Anfang September Flugblätter in Reudnitz-Thonberg und Anger-Crottendorf. Im Oktober und November gab es ähnliche Aktionen in Einkaufscentern in der Dresdner Straße, in Probstheida und Wachau.

Der Überfall vom 22. November erreichte in dieser Hinsicht allerdings eine andere Qualität im Leipziger Osten. Ein derart massiver Einschüchterungsversuch erinnert zwar die Vorfälle in der GutsMuthsstraße und vor dem Programmkino Cineding in der Zschocherschen Straße anfang des Jahres, als sich dort Anwohner gegen eine Nazi-Wohngemeinschaft zur Wehr setzten.

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